Zuwanderung und Moral: Eine Gigantomachie

Eine Bürgerschaft kann sich an der Frage, wie mit einem massenhaften Zustrom von Flüchtlingen und Migrantinnen umzugehen sei, heftig und bitter zerstreiten, da sich in dieser Frage notwendigerweise Recht, Moral, kollektive Lebensweisen und Politik miteinander verschränken und ineinander verhaken. Die Thematik von Flucht und Migration läßt nicht nur in ihrer reellen Form die materiellen und administrativen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, sondern auch ihre moralische und politische Dimension fordert uns geistig alles ab. Das Thema ist ein „hyperwicked problem“ und birgt insofern eine (verteufelte) „Kraft der Entzweiung“ (Hegel). Moralische Kommunikation mitsamt ihren Tücken ist dabei immer mit im Spiel. Prof. Dr. Konrad Ott von der Universität Kiel analysiert in seinem Essay den Konflikt zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethiker.

Ott-Migrationsethik

 

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